Zukünftige MINT-Lehrkräfte müssen auf die besonderen Bedingungen einer unterrichtspraktischen Diagnose und auf die damit verzahnte individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern vorbereitet werden. Sie müssen Lernschwierigkeiten als auch Lernstärken diagnostizieren und individuelle Förderkonzepte entwickeln können, um eine bestmögliche Förderung der einzelnen MINT-Kompetenzen zu erzielen.

In Veranstaltungen mit fachdidaktischem Schwerpunkt werden gemeinsam mit Studierenden erstens bestehende diagnostische Verfahren und vorhan-dene Konzepte für eine individuelle bzw. leistungsdifferenzierte Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lernschwierigkeiten oder Lernstärken geprüft. Zweitens werden neue Verfahren und Konzepte entwickelt, die als konkrete innovative Impulse in Schulen erprobt und verbessert werden. Der Fokus liegt hierbei einerseits auf dem Fach Mathematik in der Primarstufe (Grundschulen und Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen) und andererseits auf den Naturwissenschaften (Schwerpunkt Biologie und Chemie) und der Informatik in der Sekundarstufe I.

Grundschule und Förderschule Lernen: In der Primarstufe wird die Förderung lern-schwacher Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen, so dass durch eine erhöhte Diagnose- und Förderkompetenz der zukünftigen Lehrkräfte Lernschwierigkeiten in Mathematik vorgebeugt werden soll. Auf der Basis fachlicher und fachdidaktischer Grundlagen werden Diagnoseaufgaben entwickelt bzw. aus bereits vorhandenen Diagnoseinstrumenten ausgewählt, mit denen bei Schülerinnen und Schülern besonderer Förderbedarf ermittelt werden kann.

Sekundarstufe I in Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium: In den naturwissen-schaftlichtechnischen Unterrichtsfächern werden alltagstaugliche Instrumente zur Diagnose und geeignete Fördermaßnahmen in universitären Lehrveranstaltungen entwickelt und an Schulen evaluiert. Dieses trägt sowohl zur Weiterentwicklung der Diagnose- und Förderinstrumente selbst als auch zur Professionalisierung der zukünftigen Lehrer und Lehrerinnen bei. Konkret sollen im ersten Schritt dieser Maßnahme Instrumente und Konzepte zur Erhebung von Schülervorstellungen zu naturwissenschaftlich-technischen Konzepten vor Beginn der jeweiligen Unterrichtseinheit entwickelt und evaluiert werden.


Ansprechpersonen: Prof. Dr. Graf (Biologie), Prof. Dr. Melle (Chemie), Prof. Dr. Moser Opitz (Rehabilitationswissenschaft), Prof. Dr. Nührenbörger (Mathematik), Prof. Dr. Selter (Mathematik), Prof. Dr. Wember (Rehabilitationswissenschaft), Prof. Dr. Vahrenhold (Informatik)

 
Zuletzt geändert: 2010/01/28 14:02 von Admin